Dipl. Psychologin Arve Thürmann
Verhaltenstherapeutin
Trainerin für Achtsamkeit und MBSR/MBCT/MSC

„ Ich schließe meine Augen, um zu sehen. ” Paul Gauguin

Verhaltenstherapie mit Herz und Achtsamkeit

Durch wissenschaftliche Erkenntnisse vollziehen sich in den letzten Jahren fundamentale Veränderungen in der psychotherapeutischen Behandlung von Menschen. Immer häufiger werden östliche Weisheitslehren in westliche Psychotherapieverfahren oder medizinische Behandlungsprogramme mit Erfolg integriert.
Die „klassische“ kognitive Verhaltenstherapie dient der Lösung und Bewältigung von aktuellen psychischen Problemen, Krisen und Symptomen. Um eine Linderung des Leidens zu erreichen, wird in der Verhaltenstherapie zunächst symptom- und veränderungsorientiert gearbeitet. Dabei wird großer Wert auf die Absprache der Therapieziele und Vorgehensweisen mit den Klienten gelegt. Es werden Erklärungsmodelle für die aktuellen Probleme erarbeitet. Dabei gilt es, die Ursachen und Entstehungsgeschichte der Problematik zu erkunden und mit den Klienten die Methoden zu entwickeln, mit deren Hilfe sie zukünftig ein ausbalanciertes Leben führen können. Neue Denk- und Verhaltensweisen werden ausprobiert, die mit angenehmerem Fühlen und Empfinden einhergehen.

Wenn achtsamkeitsorientierte Methoden in die Verhaltenstherapie integriert werden, wird zusätzlich eine achtsame und akzeptierende Grundhaltung als Ausgangspunkt für Veränderung geschaffen. Die achtsame Perspektive nimmt das „Hier und Jetzt“ als Grundlage, um von dort aus die seelische Landschaft der Klienten zu erforschen.
Dabei stehen folgende Fragen im Vordergrund:

  • Von welchen Gedanken, Gefühlen und Körperempfindungen wird mein Erleben geprägt?
  • Welche Bewertungen liegen meinen Gefühlen und Verhaltensweisen zugrunde?
  • Auf welchen Grundeinstellungen, Prinzipien, Routinen basiert mein Alltagsleben und meine Lebensentscheidungen?

Zusätzlich zum Gespräch werden bei Bedarf leichte Formen der Meditation sowie einfache Körperübungen, für die keine Vorkenntnisse erforderlich sind, eingeübt.

Von der Therapie sind folgende Ergebnisse zu erwarten:

  • Neu erlernte Fähigkeiten, um unangenehme Symptome besser bewältigen zu können
  • Die Verbesserung von Konzentration und Aufmerksamkeit
  • Neu erworbene Kompetenzen zur befriedigenden Gestaltung von zwischenmenschlichen Beziehungen
  • Neuentwickelte Umgangsweisen mit eigenen Gefühlen
  • Neu entdeckte Praktiken, mit denen das Leben grundsätzlich positiver und befriedigender gestaltet werden kann

Entscheidend für den Therapieerfolg ist die Bereitschaft sowohl in den Sitzungen als auch im Alltagsleben Neues auszuprobieren und einzuüben.